Hier interessante Anmerkungen, die mich erreicht haben. In wahlloser Reihenfolge, meist nach Datum.
Wo ich das OK explizit habe mit Name, ansonsten Auszüge, die ich (subjektiv) für wichtig halte oder wertvolle Ergänzungen und Anmerkungen zum Thema darstellen. Das erfolgt unabhängig von welcher Partei, Religion oder Berufsstand die Anmerkungen kommen! Ich stimme diesen nicht zwingend zu. Aus Platzgründen habe ich teilweise gekürzt. Alles was von mir stammt, ist in blau geschrieben.
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14.1.2009 Eine weitere Kennerin der Szene schreibt per Email (siehe auch die Tabelle bei den Dokumenten. Diese ist allerdings schwer zu lesen, wenn man/frau nicht aus diesem Bereich kommt!)

Aus eigenen Berechnungen kann ich Ihnen sagen, der Diebstahl hat System - nicht nur bei Riester ! Im Gegensatz zu Ihnen habe ich mich gar nicht so sehr mit der Rente als solches befasst, sonder viel mehr mit der sogenannten "Aufschubzeit", oder einfach: die Anzahl der Jahre, in denen Beiträg gezahlt werden. Das hat auch bestimmte Gründe.

 1. Die Versicherer kalkulieren zumindest die jüngere Generation mit Lebenserwartung 100 Jahre. ( In meine Augen ein ganz eigenes Thema (Betrug) )    Die Rentenleistung lässt sich im übrigen ganz einfach näherungsweise ermitteln. Es sind in der Regel 6% Jahresrente aus dem s.g. Kapitalstock. Interessant wir es, wenn man diesen Wert mit der langjährigen Durchschnittsrendite der dt. Lebensversicherung vergleicht.

Richtig Herr Krug! Diese beiden Werte sind fast identisch!! Ergo: ich komme auf das gleiche Ergebiss wie Sie, was bedeutet, egal wie alt der Kunde wird, er bekommt nichts mehr von seinen Beiträgen. Aber das ist ja noch nicht alles. Jetzt wird es ja erst richtig spannend. Und damit bin ich jetzt bei meinem eigentlichen Thema:

Was macht der Versicherer denn bis zu dem Tag, an dem der Kunde - hoffentlich - in Rente geht ? Oder, wie kommt mann denn auf diese ausgewiesenen Kapitalstöcke, die dann mal zur Verfügung stehen sollen?

Der Versicherer möchte natürlich in 15, 20 oder sogar 30 Jahren jede Menge Geld verdienen. Noch wichtiger sind Ihm aber laufende Gewinne. Nachdem ich weis, daß in dieser Branche und ich betone Branche u.U. mehr an Provisionen bezahlt wird, als Kosten ausgewiesen werden, habe ich mich natürlich gefragt, "wie geht jetzt das?"

Und das war der Punkt, an dem ich angefangen habe mir diese Verträge etwas genauer anzuschauen. Hier finden Sie eine Excel-Tabelle hier der Link dazu mit Berechnungen der Kostenseite. In diesem Beispiel bin ich von einer Fonds-Rente ausgegangen und zwar einer- und jetzt sind wir wieder in der Nähe von Riester - Rürup oder Basisrente. Also auch staatlich gefördert.

 Das Ergebniss in Kurzform: Je nach Wertentwicklung des Fonds und gemessen an der Summe der Beiträge bewegen sich die Kosten zwischen ca. 56% ( bei 3% Rendite ) und sagenhaften 120 % ( bei 9% Rendite ). Gigantisch !!!!

In der Tabelle verwende ich einige "Fachausdrücke". Die ich dann einfach so belasse G. Krug


 

10.1.2009 Ein Insider schreibt per Email

Hallo Herr Krug,
habe nach längerer Zeit wieder einmal Ihre Seite besucht und dabei ist mir folgendes aufgefallen:
Unter dem Kapitel "Ein Gegenmodell" Punkt 4 "an der fehlenden Sicherheit" schreiben Sie: "Wenn sie pleite gehen, bleibt maximal der Einlagensicherungsfonds"
Das ist nicht korrekt. Der Einlagensicherungsfonds garntiert ausschließlich Einlagen bei Banken. Er hat mit den Versicherer nicht zu tun. Es sei denn der Versicherer legt als Kunde wie jeder Andere Geld bei der Bank an. Dann greift dieser Sicherungsfonds aber nur bei der Pleite der Bank und nicht bei der Pleite des Versicherers (Kunde).
Die Versicherungswirtschaft hat aber ein ähnliches Sicherungssystem. Das nennt sich Protector AG und ist eine s.g. Auffanggesellschaft. (Näheres unter www.protektor-ag.de )
Meines Wissens nach werden hier auch nur die garantierten Leistungen von bestehenden LV Verträgen erfüllt, wenn ein Lebensversicherer pleite geht. Die Leistungsfähigkeit von Protector ist aber - wie auch der Einlagensicherungsfonds - sehr begrenzt. Eine Insolvenz von einen der fünf größten Lebensversicherer wird er wohl nicht verkraften.
Weiterhin schreiben Sie, dass im Gesetz nichts über Mindestverzinsungen steht. Das ist so zwar korrekt jedoch schreibt der Gesetzgeber an anderer Stelle sehr wohl die Mindestverzinsung von Lebens- bzw Rentenversicherungen vor. Dieser Zinssatz ändert sich aber alle paar Jahre und ist abhängig von der Durchschnittsverzinsung von Staatsanleihen ( hier bin ich mir aber nicht ganz sicher ob es wirklich Staatsanleihen sind ).
Die Versicherer dürfen also nicht einfach keine Zinsen bezahlen. Im Gegenteil, sie müssen sehr wohl auch Zinsen ausweisen. Hier geht die Versicherungswirtschaft viel raffinierter vor. Es wird sehr geschickt mit Begrifflichkeiten wie Deckungskapital, Sparbeitrag, Anlagebetrag etc. hantiert. Der Kunde assoziiert in der Regel diese Begriffe mit seinem monatlichen Beitrag. Und das ist der Fehler. Er weis nämlich gar nicht, wie viel von seinen Beiträgen denn nun wirklich angelegt und somit auch verzinst werden. Das ist das große Geheimniss der kompletten Branche.
So, nun muss ich aber wieder an meine Arbeit. Ich hoffe Ihnen ein paar wertvolle Informationen vermittelt zu haben und verbleibe bis zunm nächsten mal


13.11.2008 Ein Insider schreibt mir per Brief (als Schutz völlig anonymisiert

Hallo Herr Krug,

bin heute auf Ihrer Page gelandet. Was soll ich sagen: mir geht das Herz auf. Endlich mal jemand der sein Hirn einschaltet. Seit Monaten beschäftige ich mich mit dem "Zerpflücken" von privaten Rentenverträgen bezüglich Kosten und Renditen.

Aber zuerst mal ein paar Hintergrundinformationen:

Sie werden es nicht glauben, aber ich bin in dieser Branche tätig. .......

10.9.2008 M.H. schreibt per Email

Hallo Herr Krug,
ich glaube ich kann Ihnen erklären warum es heißt mögliche garantierte Gesamtrente.
Die garantierte Rente ist die Rente aus gezahlten Eigenbeiträgen. Die mögliche garantierte Rente setzt sich zusammen aus Eigenbeitrag und staatlicher Förderung.
Dies wird als mögliche Garantie bezeichnet, da es leider zu viele Kunden gibt, die die staatliche Förderung nicht beantragen.
Wäre schön, wenn Sie dies zu Ihren Ausführungen dazu schreiben
Was ich hiermit getan habe, vielen Dank für die klärenden Erläuterungen an M.H.

30.3.2008 B.K. schreibt per Email

Ich habe meinen Riester Vertrag geprüft. Garantieren tun sie mir einen Zins von 2,75 % (immerhin...).
In meiner letzten Riester Aufstellung garantiert die Versicherung mir eine monatl. Rente von 128 euro.
Das passt schon mal nicht mit ihrer Excel Tabelle Zins und Zinseszins zusammen, da wären es dann
nämlich mind. 180 euro/Monat. Sie sehen, auch hier kann man das Tun und Treiben der Versicherungen nicht
nachvollziehen.
Ich habe mir dann überlegt, wenn ich mir zB nur 150 euro Rente pro Monat 14 Jahre selbst auszahlen möchte, dann bräuchte
ich genau genommen "nur" 25.200 euro sparen. Wenn ich hier analog die jährlichen Beträge von ca. 900 Euro/Jahr
welche ich derzeit in den Riestersparvertrag stecke über 27 Jahre mit 3,25 %iger Verzinsung (derzeit die Konditionen
bei Tagesgeldkonto) dann komme ich schon auf ein Summe von ca. 78.000 Euro. Davon könnte ich mir
pro Monat 14 Jahre lang ca. 450 euro selbst auszahlen.

Anmerkung Gerhard Krug: Das sind schon enorme Differenzen. Kapitalverzehr ist jedoch insofern gefährlich, als man/frau dann ein Problem bekommt, wenn sie/er länger lebt. Dann ist kein Geld mehr da. Und dann ist man/frau richtig arm. Wenn man natürlich eine Genossenschaft gründen würde mit zigtausend Mitgliedern, die das im Durchschnitt wieder ausgleichen könnte (manche sterben früher, andere später) unter Berücksichtigung, der noch lebenden Genossen.... . Dann könnte das ein schönes Modell sein, insbesondere für Alleinstehende, die ja nicht zwingend vererben wollen.

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21.3.2008 M.F schreibt per Email

Hallo Herr Krug,

ich habe für einen Bekannten (verh., 2 Kinder, Alleinverdiener, ca. 30.000 Euro Einkommen, eher weniger) Ihre Excel-Tabelle genutzt (siehe Anhang). Dazu habe ich die zu erwartenden Renten mal mit den entsprechende Daten und Zahlen von dem Versicherer XXX  berechnet. Die zu erwartenden, garantierten Renten sind –bis auf wenige Euro- mit Ihren Zahlen in Ihrem Beispiel (195,55 und 36,22 für die Frau) identisch.

Dabei ist mir aufgefallen, dass Sie in Ihrem Beispiel viel zu günstig für die Versicherung gerechnet haben. Jedenfalls da, wo Sie den Eigenanteil von 562,00 über 37 Jahre eingesetzt haben. Die garantierte Rente gibt es ja nur, wenn immer 1.240,60 Euro jährlich in den Vertrag eingezahlt werden.

Die Zulagen (154,00 Ehemann, 154,00 Ehefrau und 370,00 Kinderzulage) gibt es in der Höhe aber nur für einen begrenzten Zeitraum, jedenfalls nicht für 37 Jahre. Sobald es kein Kindergeld mehr für die Kinder gibt, bekommt man auch keine Kinderzulage mehr. Und Kindergeld gibt es bekanntlich nur bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres des/der Kinder, oder aber bis zum 25. Lebensjahr, wenn sich die Kinder noch in der Ausbildung befinden und kein eigenes Einkommen haben.

Die Kinder meines Bekannten sind 2 und 3 Jahre alt (der einfachheithalber habe ich sie im Beispiel zu 3-jährigen Zwillingen gemacht) und beide werden studieren. Das heißt, allerspätestens ab 2031 gibt es die Kinderzulagen nicht mehr, und der Vertrag muss dann von 2031 bis zum Schluss mit 932,00 Euro Eigenanteil bedient werden.

Und dass dann, wenn in 30/40 Jahren die X-Millionen Menschen alle auf einmal ihr Geld von der Versicherung haben wollen, das Schreiben der Versicherung in etwa so aussehen wird, steht für mich fest:

„leider, leider können wir aufgrund der gestiegenen Lebenserwartung und der Situation am Kapitalmarkt nicht mehr als die garantierte Rente zahlen…….blabla“

Korrigieren Sie mich, wenn ich etwas falsch gerechnet haben sollte.

Anmerkung Gerhard Krug: Genau da liegt das Problem. Danke für den ausführlichen Kommentar. Die Finanzkrise (also das was gerade abgeht, hat auch dazu geführt, dass meine Lebensversicherung mir gerade mal 97 Euro auf die Lebensversicherung als Überschussbeteiligung gutgeschrieben hat. Bei den Riesterverträgen wird das nicht anders sein.
Wegen der Kinderzulage bin ich großzügig. Bei diesen Differenzen kommt es meist auf ein paar Prozent nicht an. Grundsätzlich ist das natürlich richtig und wird gerne unterschlagen (siehe auch Email weiter unten zum selben Thema)

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11.3. 2008 M.S. schreibt per Email:

Sehr geehrter Herr Krug,

mit Interesse habe ich ihre Berechnung nachvollzogen und muß Ihnen für
diese ein Lob ausdrücken. Ich selbst habe ähnliche Rechnungen gemacht
und bin zu ähnlichen Ergebnissen gekommen. Ihre Homepage ist ein
wichtiger Beitrag zur Korrektur der gegenwärtigen Verschleierung der
Wirklichkeit.

Einige Einwände:

die Riester Rente kann u.U. "vererbt" werden, d.h. bei bestimmten
Verträgen kann auch weiter ein "Rente" an die oder den noch lebenden,
verheirateten Partner gezahlt werden (die Kinder gehen m.W. leer aus).
Nur bei Fonds kann auch das Kapital vererbt werden.
Im Falle einer "Vererbung" müssen die staatlichen "Zulagen"
zurückgezahlt werden, je nachdem, ob der Rentenbeginn schon war, oder
nicht, in voller oder anteiliger Höhe. (Dies ist eine Versteuerung, wie
unten beschrieben)
GK: Diese Klarstellung habe ich in meine Kommentare eingebaut!

Dies ist eben mein zweiter Einwand: diese sogenannte Zulage ist im
eigentlichen Sinne keine Zulage, sondern verhindert lediglich eine
doppelte Versteuerung des eingesetzten Kapitals, da dies nach einem
Bundesverfassungsgerichtsurteil nicht erlaubt ist. Die Riester Beiträge
werden vom netto bezahlt, also von schon versteuertem Einkommen. Da die
Riester Rente, wie auch die gesetzliche Rente im Alter versteuert
werden, würde für die Riester Rente eine Doppelversteuerung vorliegen.
Die staatlich Zulage ist daher keine, sondern nur ein steuerlicher
Ausgleich (höhere Beiträge als der angenommene Durchschnittssatz der
"Zulagen" (ca. 15%) können daher folgerichtig über die VL Anlage von der
Steuer abgesetzt werden). Ähnlich verquer könnte man auch behaupten,
der Staat bezuschusse die gesetzliche Rente, da er auf die
Rentenbeiträge keine Steuern erhebt. Falsch ist also überhaupt von
Zulage zu reden.
Ein kleiner Gewinn von den "Zulagen" bleibt unter Umständen, da im Alter
der Steuersatz geringer sein dürfte, als zu Einzahlungszeiten, da das
Gesamteinkommen geringer ist. Dies gilt zumindest für die Mittel- und
Oberschicht (noch). Für Geringverdiener (und das sind viele!) ist die
Riesterrente eh ein Betrug.
GK:So habe ich das noch gar nicht betrachtet

Ihre Anmerkung, daß diese Zulage vom Steuerzahler bezahlt wird und damit
die Unternehmen bezuschußt werden bleibt aber teilweise richtig, nur ist
das eben das Ziel der Politik gewesen. Wegen solcher und ähnliche
Umverteilung hat der Staat ja auch kein Geld mehr, die Bürger immer
weniger und das Kapital immer mehr. Wegen solcher Umverteilung errodiert
unser Sozialstaat, drehen Jugendliche durch, scheitern Familien und
wächst das Elend im Reichtum.
Ich möchte Ihnen Ihren Glauben an die unbedarften Politiker gerne
nehmen. Bei den meisten haben Sie sicher recht, die sind keine Experten
für Steuerrecht und erst recht nicht für Versicherungsmathematik,
sondern Bürgervertreter, denen die bewußt zugemutete Komplexität von
Gesetzen und deren Begründungen einfach zuviel ist. Hinzu kommt noch
eine jahrelange Propagande wegen dem sog. Demografieproblem. Einige und
hier denke ich gehörten auch Schröder und Riester hinzu bekamen Geld und
waren und sind gute Bekannte von führenden Köpfen der
Versicherungsbranche. ........

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10.3.2008 U.W. per Email schreibt

Lieber Herr Krug,

erst mal ein Kompliment, für Ihre Riester-Berechnungen! Amüsiert habe ich mich auch über Ihre ironischen bzw. satirischen Seitenhiebe, die in und zwischen Ihren Zeilen zu lesen sind. Ich kann Ihre Berechnungen gut nachvollziehen und keinen Fehler entdeckt.

Ich habe - auf der Grundlage Ihrer Vorgaben - die Berechnungen mal mit den Methoden der Finanzmathematik nachgerechnet, das Ende wird aber dadurch nicht weniger schrecklich dabei habe ich noch das "beste" Riesterangebot (Anbieter 3) zugrundegelegt

Ich habe Ihnen meine Excel-Tabellen dieser Mail angehängt.

Hier noch ein paar kleine Anmerkungen:

- ich habe die interne Zinsfußmethode angewandt: man zinst alle Ein-und Ausgaben mit einem Abzinsungsfaktor ab - die Summe aller abgezinsten Zahlungen muß beim gesuchten Zinssatz "Null" ergeben.

- ich habe für die Iteration den "Solver"-Algorhythmus von Excel angewandt: dabei gibt man irgendeinen Zinssatz (z.B. "1") ein und Solver probiert die Abzinsung solange, bis die gesamte Summe "Null" ergibt

- bei den Zahlungen habe ich die "Monatszahlungen" eingetragen und die Abzinsung monatsgenau durchgeführt. Wenn ich Sie richtig verstanden habe, zahlt man ja bzw. spart man ja monatlich und die Rente wird ja auch monatlich gezahlt.

-Bei der Geldanlage habe ich mich an den Bundesanleihen zu 4,5 % orientiert (allein der Vergleich mit dieser "schlechten" Anlage hat mir gereicht....). Nur bei den Erträgen habe ich geringfügig Abweichungen zu Ihren Werten. Ein Jahresertrag von 855,99 führt nicht automatisch zu monatlichen Erträgen in Höhe von 1/12 (71,33 ?). Unterstellt, die Bundesanleihen erzielen effektiv eine jährliche Rendite von 4,5%, so entpricht dies einem effektiven Monatszins von 0,3675 %. Daher habe ich in meiner Tabelle geringfügig weniger Monatserträge aus der Anlage in Bundesanleihen eingetragen.

Im Endergebnis komme ich mit meinen Ergebnissen zum gleichen Schluß wie Sie: Die Riesterrente erzielt eine Negativ-Rendite!!!


Anmerkung Gerhard Krug: Tabellen folgen (kommen wirklich noch wenn ich mal Zeit finde, sie draufzustellen)

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10.3.2008 A.H schreibt per Email

Lieber Herr Krug,

vielen Dank für die gute Seite! Ich glaube, Sie helfen damit vielen
Menschen, sich zu orientieren und möchte das Engagement loben, dass Sie
mit ihrer Seite beweisen. Sie schreiben zwar, dass Sie nicht vom Fach
sind, aber ich glaube, die meisten Bank- und Versicherungsangestellten
blicken deutlich weniger durch...
Auf ähnliche Ergebnisse (bei norddeutschen Anbietern) bin ich auch
gekommen.. gruselig.

beste Grüße aus Kiel

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11.3.2008 E. A. schreibt per Email

Hallo Herr Krug,

z.B. hier finden Sie das (druckbare) Gesetz:

http://www.riester-rente-vergleichen.de/Altersvermoegensgesetz.pdf

Anmerkung Gerhard Krug: Danke für den Hinweis

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11.3. 2008 Robert Scholz schreibt per Email:

Sehr geehrter Herr Krug,

ich bin auf Ihre Berechnungen durch die NachDenkSeiten gestoßen. Ich kann sie zwar nicht bis in alle Einzelheiten nachvollziehen, aber sie überzeugen mich. Und ich möchte Ihnen deshalb danken.

Ich möchte Ihnen eine Episode mitteilen, die vielleicht hilfreich ist.

Als die Riester-Rente diskutiert wurde, habe ich den Vorschlag gemacht, die PDS-Fraktion (ich war damals Funktionsträger der Partei) sollte versuchen, in das Gesetz die Möglichkeit eines selbstorganisierten Anlageverfahrens hineinschreiben zu lassen (Eigenverantwortung at her best). Ich dachte mir das so: ein Mensch errichtet ein Konto bei der Bundesschuldverwaltung und deklariert dies per rechtsverbindlicher Erklärung als "Altersvorsorgekonto", auf dessen Erträge erst mit der Verrentung zugegriffen wird. Es unterliegt bis zu einer gewissen Höhe einem besonderen Schutz (z.B. nicht Anrechenbarkeit auf Sozialhilfe, später Hartz u.ä.). Das Geld wird in Bundesanleihen - vorzugsweise in 30jährigen angelegt. Das beim Tode vorhandene Kapital kann auf gleichartige Konten der Erben übertragen werden. Seine Erträge während der Ansparphase unterliegen (wegen der Wettbewerbsgleichheit) lediglich der Versicherungssteuer. Ansonsten bleibt das Regelwerk gleich (4% des Einkommens werden als Einlage mit den Riesterbeträgen gefördert). Daneben könnte auch kleinere Erbschaften einmalig auf das Konto eingezahlt werden (ein Gedanke von Herrn Biedenkopf, der bei einem Vortrag meinte, es sei doch besser, wenn die Erbschaften für die Rente als für einen Porsche verwendet würden). Die damalige Sozialpolitikerin der PDS im BT hat aus guten Gründen (die ich teile) die Riester-Rente grundsätzlich abgelehnt und diese Anregung nicht aufgenommen.

Weil ich jedoch fand, man hätte aus Gründen der Aufklärung einen solchen Versuch starten sollen, hat mich dieses Thema noch weiter beschäftigt. Ich habe mich in der Folge mit diesem Vorschlag an das Bundesfinanzministerium gewandt. Die Antwort eines Bearbeiters war dann für mich überraschend. Es wurde mir nicht geschrieben, dass dies aus irgendwelchen rechtlichen Gründen nicht ginge, sondern: "der Gesetzgebers hat es nicht gewollt". Offenbar hat man sich mit dieser Möglichkeit befasst und sie per Gesetzgebung ausgeschlossen.

Trotz aller Skepsis gegen kapitalgedeckte Altersvorsorge (z.B. fehlender Schutz vor Inflation) kann ich dem Konzept immer noch etwas abgewinnen. Denn ich halte es für geeignet darüber aufzuklären, dass es sich bei der propagierten "Eigenverantwortung" in der Realität um "Fremdbestimmung", ja um Enteigenung handelt.

Sie sehen dies ist keine Kritik, sondern ein großes Lob für Ihre Bemühungen, denen ich viel Erfolg wünsche.

Herzlichst

Robert Scholz, Berlin

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11.3.2008 J.E. schreibt per Email

Beim ersten Prüfen: Kinderzulage gibt’s nur maximal 25 Jahre, so wie Kindergeld. Also ist Ihre Rechnung sogar noch geschönt.

Sehr gut Ihre Initiative!

Anmerkung Gerhard Krug: Stimmt. Es ist mir aufgefallen, dass bei den Angeboten nur von wenigen Anbietern nach dem Alter der Kinder gefragt wird. Dadurch wird mehr Zulage vorgerechnet als man/frau effektiv erhält.

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11.3. 2008 A. W. schreibt per Email

Hallo Herr Krug,

dass die Riesterrente nicht so toll ist das habe ich schon selbst nachgerechnet.
Erstens verdienen die Versicherungen an der ganzen Rentengeschichte
und zweitens wird die Rente ab 2040 zu 100% nachgelagert versteuert.
Weiter verliert man die gesamte Förderung, wenn ich mein Wohnsitz im Alter ins Ausland verlege. Zudem sollte man die Steuerersparnis die im man im Folgejahr vom Finanzamt erstattet bekommt wieder in die Rente miteinzahlen (wegen nachgelagerter Besteuerung). Vorteil der Riesterrente ist, das diese Hartz IV sicher ist und eine Beitragserhaltung gewährleistet. Bei einer privaten Rentenversicherung habe ich in der Ansparphase keinen steuerlichen Vorteil und keine Beitragserhaltung Im Alter muss auch nur den Ertagsanteil versteuert werden. Weiter habe ich den Vorteil des Kapitalwahlrechts.

ABER leider ist diese Art der Vorsorge nicht Hartz Sicher (Welchen Politiker ist das eingefallen!!!!!!). Wer garantiert mir, dass das Versicherungsunternehmen während der Laufzeit nicht Insolvenz anmeldet, falls so ein Fall überhaupt denkbar ist? Es wird nur geredet wie sch*****

die Riesterrente ist. Aber einen wirklichen Lösungsvorschlag habe ich noch von niemanden gehört. Können Sie mir vielleicht sagen und GARANTIEREN, welche Art der Vorsorge denn die richtige ist?

Etwas schlecht machen ist sehr einfach. Aber eine Alternative dafür zu finden ist eine Herausforderung.

Anmerkung Gerhard Krug: Die einzige wirkliche Altersabsicherung die ich kenne, ist ein eigenes Haus oder Wohnung. Dadurch hat man im Alter keine Miete zu zahlen und vor allem: man kann nicht gekündigt werden. Das habe ich bei einer Nachbarin gesehen, die mit 70 noch umziehen musste, weil das Haus verkauft wurde und die jungen Leute selbst einziehen wollten.
W
enn man nur eine kleine Rente hat, kann man das Haus auch runterwohnen, also die Renovationen zurückstellen.

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11.3. 2008 M. F. schreibt per Email

Hallo Herr Krug,
recht herzlichen Dank für Ihre gut gemachte und vor allem auch gut verständliche Website „Riester Rente lohnt nicht“. Irgendwie war mir schon immer klar, dass ein Produkt wie die „Riester-Rente“, die ihre Existenz und Qualität ausschließlich dem Werbespruch: -der Staat schenkt Ihnen was- verdankt, nichts taugt. Der Staat schenkt niemandem was. Schließlich haben die in Berlin keinen Goldesel, der Dukaten schei…

In allererster Linie hilft der Staat damit den Raffkes der Versicherungskonzerne, wie Sie eindrucksvoll beschrieben und belegt haben.

Und wer sich, so wie ich, Ihre Excel-Datei runterlädt und für sich selbst nachrechnet, muss zwangsläufig zu dem Ergebnis kommen: die Riester-Rente ist so überflüssig, wie ein Doppelbett für den Papst.

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10.3. 2008 A. K. schreibt per Email

Hallo Herr Krug,

sehr interessante Berechungen!

Frage zum besseren Verständnis:
Wenn sie von Zulagen sprechen, meinen Sie dann nur die staatlichen "Zulagen" selbst, d.h. jegliche Steuerersparnisse (aus Geltendmachung als Sonderausgaben; individuell sehr verschieden) sind hierbei nicht berücksichtigt?

Falls ja, müsste man dies ja auch irgendwie - individuell - im Gesamtbild berücksichtigen. Ohne Riestern kommt man ja leider nicht an diese Steuerersparniss!

Beste Grüße aus Oberfranken,
A. K.

P.S. ich bin kein Vertreter der Versicherungs-/Bankenindustrie. Ganz im Gegenteil. Ich bin oft sehr verärgert über das, was die Konzerne mit unserem Geld so treiben!!

Anmerkung Gerhard Krug: Ich habe die Steuergeschichte weggelassen, weil man das bei einer Verzinsung wie berechnet ja auch per Sperrkonto steuerlich fördern könnte. Es ging mir dabei zunächst nur um die Ertragsdifferenzen. Ausserdem hat jeder einen anderen Steuersatz.

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14.3.2008 F. F. schreibt per Email

Hallo Herr Kurg,

zunächst einmal finde ich es gut, dass Sie sich mit dem Thema
auseinandersetzen und Aufklärung betreiben müssen.

Zum einen denke ich, sollten die Zulagen durchaus mit einfliessen, da es
sich hier um eine einzelwirtschaftliche Betrachtung
handelt. Selbstverständlich müssen wir letztlich selbst mit unseren
Steuern dafür aufkommen und wenn alle "riestern" würden, würden alle was
bekommen und alle was zahlen. Bei einer individuellen Vorteilsrechnung
muss dies jedoch aussen vor bleiben, so wie Sie auch andere Makroeffekte
selbstverständlich nicht berücksichtigen, zumal nur ein Teil der
Bevölkerung einen Riester-Vertrag bespart, aber praktisch alle Steuern
bezahlen.

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10.3. 2008 Die einzige bisher negative Stellungnahme stammt von Metalwarrior (also Metallkrieger) auf einer Forumsseite

Ich habe wohl die "Fakten" von Herrn Krug eingehend widerlegt. Wenn Du so ein nachdenklicher Mensch bist, dann folge mal meinen Anstößen und informiere Dich...oder lass es bleiben und laufe weiter so hirnlosen Idioten wie Herrn Krug hinterher...habe keine Lust, Dir alles vorzukauen...denn normalerweise lasse ich mich bei dem Thema dafür bezahlen...

Was Blüm angeht, so hat der mit "Die Renten sind sicher" eine absolute Falschaussage getroffen, die bereits zu Blüm´s Zeiten nicht mehr stimmte...

an anderer Stelle

GeeGee hat Folgendes geschrieben:
Obwohl ich kein Freund der Riesterrente bin schließe ich mich Metalwarrior dahingehend an .... die Thesen von Herrn Krug (http://www.riesterrentenbetrug.de/index.html) sind nicht nur teilweise hanebüchen, sondern auch schlichtweg falsch.

Nur noch zu meiner Person und Profession, falls Fragen auftauchen: Versicherungskaufmann IHK, Versicherungsfachwirt


Anmerkung von Metalwarrior: Ah ein Kollege Wink
Man kann ja wirklich über Riester denken wie man will, aber das, was Herr Krug verbreitet, ist schon kriminell...

An anderer Stelle: Mögliche garantierte Rente? Was soll das sein? Den Begriff kenne ich nicht. Eigene Wortkreation ?
Anmerkung Gerhard Krug: Ja! Mögliche garantierte Rente stammt von einem bekannten Versicherer und wurde mir so angeboten. Steht also wörtlich so drin (siehe Scan Anbieter 1 bei den Dokumenten). Man sollte einfach alles lesen! Ausserdem hat sich das geklärt, siehe oben.

Generelle Anmerkung Gerhard Krug: Ich habe keine Thesen aufgestellt ! Sondern jeden aufgefordert mir die Berechnungen zu widerlegen. Und zwar nicht nur in kleinen Details, sondern man soll mir vorrechnen, dass der Versicherte irgendwie 80% oder mehr von seinem Geld und Zinseszins erhält. Bis heute (1.11..2008 also seit nun fast einem Jahr und >10'000 Besuchern ) habe ich keinen Gegenbeweis erhalten. Das martialische Auftreten und der aggressive Ton bestätigt mich in meinen Annahmen. Überhaupt sind alle, die mir nicht zustimmen sehr aggressiv. Dass beide aus der Versicherungswirtschaft kommen und in diesem Forum alles niederbügeln, die nur den geringsten Zweifel hegen, macht nachdenklich.

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28.4.2008
Dieser Dialog dreht sich zwar nicht direkt um die Riesterrente (da geht es eher generell um meine Aussagen), aber dieser Dialog ist einfach nur schön:

Hi Matthias!

Grundsätzlich geht’s mir ähnlich wie Dir, wiewohl ich durchaus das Empfinden mag, Geld auf der “hohen Kante” zu haben - wäre ja toll, im Alter noch ein paar Zähne bezahlen zu können! :-)

# Matthias sagt:

Ja, das Gefühl mag ich auch “seufz”.
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