Ich habe mir 3 Angebote machen lassen für das Alter 50, Mann, 25T Euro Einkommen, also jemand, der nicht so viel verdient. Seine Zulagen sind also prozentual höher , als wenn er viel verdienen würde. Außerdem habe ich beim angeblich Besten eine Musterfamilie (beide 30 Jahre, 2 Kinder, er verdient 30T Euro im Jahr, sie ist Hausfrau) berechnen lassen.

Nachdem immer wieder nach der Steuer gefragt wird, habe ich ganz unten die erste Berechnung noch unter Berücksichtigung der Steuern und dann nur mit dem Eigenanteil gerechnet. Wird nicht wirklich besser.

1. Berechnung Ansparphase

Ich habe zunächst für den Mann (im Jahr 2006 50 Jahre alt) die Erträge gerechnet, die dieser Mann erzielt bis er das Endalter 65 Jahre erreicht hat, wenn er das Geld mit 4,5% (Bundesanleihen) und 6% (Industrieanleihen) anlegt und die Zinsen daraus wieder anlegt. Das ist dann die Summe zu Rentenbeginn, die er angespart hat. Daraus wird dann der Zins für die Rente verwendet, ohne das Kapital anzugreifen. Dieses bleibt dann einfach so stehen und kann an die Kinder vererbt werden, was bei der Riesterrente ohne Rückzahlung der Förderung nicht möglich ist.


2. Berechnung Rentenphase

Dann habe ich seine durchschnittliche Rentenzeit gemäß Sterbetafel des Statistischen Bundesamts, die man im Internet findet (siehe: Weitere Links) berechnet und er bekommt die Zinsen aus den jeweiligen Anlagen bis er stirbt. In diesem Fall bis Alter 79. Er bekommt also jedes Jahr den Zins als Rente. Mal mit 4,5% und mal mit 6% gerechnet.


3. Vergleichsrechnung

Dann habe ich diese Beträge (monatliche Rente und Gesamtrente bis Tod) mit den Angeboten der 3  Versicherer verglichen. Jeweils die garantierte Rente und die mögliche garantierte Rente (Was das ist, hat mir nun ein Versicherungsvertreter erklärt, siehe Reaktionen vom 10.9.). Der 3. Anbieter hat nur eine Summe, die ist aber deutlich höher als bei den anderen beiden Anbietern. Hinzu habe ich noch das Kapital addiert, da bei der Selbstanlage das Geld nach dem Tod des Versicherungsnehmers ja nicht weg ist wie bei der Riesterrente (man kann bei manchen Verträgen zwar vererben, muss dann aber die Zulage zurückzahlen), sondern die Erben sich freuen können. Diese können dann daraus ein Luxusbegräbnis bezahlen, eine Super Fete machen und den Rest verjubeln. Bei der Riester Rente ist das Geld für die bucklige Verwandtschaft weg bzw. bei der Versicherung oder Bank. Und das ist enorm viel, vor allem, wenn Sie jung anfangen zu sparen. Rechnen Sie es einfach mit der Excel-Tabelle aus, die ich zum runterladen hinterlegt habe.


4. Vergleichsrechnung Familie

Zuletzt habe ich mir ein Angebot des angeblich besten Anbieters für eine Familie rechnen lassen und dort für die Selbstanlage nur die Eigenbeiträge verwendet, weil ich wissen wollte, ob sich das vielleicht rechnen könnte. Aber noch nicht mal das ist der Fall.

Wenn man die Zulagen auch noch hinzu nimmt, so sind die Verluste aus der Riester Rente noch viel höher. Das ist die Berechnung ganz unten. Aus möglichen 205 000 Euros! werden dann gerade mal mickrige 56 000 Euros, großzügig zugunsten der Versicherer gerechnet!

Also hier mit Steuern.  Weil es keiner glaubt.

5. Ansparrechnung mit Steuern

Mit 28% ist alles drin. Steuer, Soli und Kirchensteuer, damit nichts fehlt und man/frau nicht wieder behaupten kann, ich hätte was vergessen. Und nur mit mickrigen 4,5% Rendite für das Ersparte. Bei nur Steuer werden aus 71,33 dann 63,92 monatliche Zinsen. Und nur mit Eigenbeitrag werden es dann immer noch 52,16 Euro.

So nun können Sie selbst nachrechnen ob die Riester Rente sich für Sie lohnt.